Am 11. Januar 2026 wird zum 30. Mal die vom LL-Bündnis organisierte Luxemburg Liebknecht-Lenin Demonstration stattfinden. Sie knüpft an die bereits in der Weimarer Republik begonnene und in DDR-Zeiten fortgesetzte Tradition gegen die Auswirkungen imperialistischer Politik zu protestieren und Rosa und Karl sowie die Sozialisten, die sich im Kampf gegen Imperialismus und Krieg aufopferten, zu ehren.

Es war immer ein Anliegen der Demonstration, das Gedenken mit aktuellen politischen Problemen zu verbinden. Als seit 1990 jede Erinnerung an die DDR ausgelöscht werden sollte, griff die „Initiative gegen den Abriss des Lenindenkmals“ dies auf und organisierte im Rahmen der Friedenskoordination Berlin (Friko) eine Demonstration, bei welcher Steine des Denkmals vom ehemaligen Leninplatz zur Gedenkstätte gebracht wurden. Das Stille Gedenken am „Friedhof der Sozialisten“, der LLL-Demonstrationszug als auch die Ehrung am Tiergarten wurden seit je her als einheitlicher politischer Akt betrachtet. Ob gegen die Kriege in Jugoslawien, Afghanistan und Irak oder ob gegen den Sozialraub durch Hartz IV-Gesetze – immer war die Demo mit aktuellem Protest verbunden. Den Herrschenden war dieser Gedenk- und Protestmarsch von Anbeginn ein Dorn im Auge. Polizeiliche Übergriffe, ob auf Einzelpersonen oder Gruppen, gab es fast in jedem Jahr und unter haarsträubendsten Vorwänden: mal war es der „Schwarze Block“, mal waren es FDJ-Symbole oder Rote Dreiecksymbole, welche die Obrigkeit zum Anlaß nahm, die Demo zu torpedieren. Damit ist auch diesmal zu rechnen, weil wir eine große internationalistische Demo gegen Kriegstüchtigkeit, Wehrpflicht und Waffenlieferungen in Kriegsgebiete anstreben. Zu letzterem gehört auch der Protest gegen den von der Bundesregierung mitfinanzierten Völkermord in Gaza.

Zusammen mit allen Berliner DKP-Gruppen und zahlreichen Genossen aus dem Bundesgebiet werden wir uns auch 2026 mit ganzer Energie an der LLL-Demo beteiligen.

Erheben wir uns, im Sinne von Rosa, Karl, und Lenin zu einem kraftvollen Protest gegen die Politik der Herrschenden und ihre Kriege – für das Leben der Menschen, für den Sozialismus!

Gruppe Friedrichshain-Kreuzberg