Historische Verpflichtung

Die NATO spielt mit dem Kriegsfeuer. Gegen den erklärten Hauptfeind Russland werden die Rüstungsausgaben auf ungeahnte Höhen geschraubt – und damit auf ein Vielfaches von dem, was der vermeintliche Gegner aufzubringen vermag. Ganz vorne dabei will unser Land sein: „Kriegstüchtig bis 2029“ verkündet „Verteidigungs“minister Pistorius, Deutschland „die stärkste konventionelle Militärmacht in Europa“ ist das Ziel von Kanzler Merz, und jüngst wurde eine „strategische Partnerschaft“ mit der Ukraine beschlossen, samt gemeinsamer Waffenproduktion und ukrainischen Ausbildern für die Bundeswehr. Und wozu das Ganze? „Russland soll ruiniert werden“, wie es die damalige Außenministerin Baerbock in aller Offenheit Anfang 2022 im Bundestag aussprach.

Weil die Menschen in Deutschland und EU-Europa mit der Möglichkeit eines Krieges gegen Russland vertraut gemacht werden sollen, müssen der Zweite Weltkrieg und seine Vorgeschichte, sein Verlauf, in welchem die Sowjetunion die zentrale Rolle spielte, und auch seine Nachkriegsgeschichte verfälscht oder aus der Erinnerung verdrängt werden. Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion? 27 Millionen sowjetische Tote? Baltische und ukrainische SS-Divisionen? Hunderte mit samt ihren Bewohnern verbrannte Dörfer in Weißrussland? Alles nicht mehr so wichtig oder nie gewesen, folgt man den Journalisten und Historikern, die stattdessen ihrem Dauerauftrag folgen, der Pflege des Feindbildes Russland.

Eine erneute Kampagne im EU-Parlament gibt der Sowjetunion Schuld am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges und interpretiert den historischen Sieg über den Faschismus in Europa um. Die entscheidenden Leistungen der Roten Armee für diesen Sieg werden relativiert und politisch entwertet. Sowjetische und auch russische Symbole werden gänzlich oder punktuell verboten, wie beim Gedenken an den Sieg über den deutschen Faschismus am 8./9. Mai an sowjetischen Ehrenmalen. Angesichts dieser Entwicklungen sehen wir unsere dringendste Aufgabe in der Verteidigung des Friedens. Deshalb erinnert die DKP an den entscheidenden Beitrag der Sowjetunion und der Roten Armee bei der Niederringung des Faschismus und damit für den Frieden.

In diesem Jahr führen wir folgende

zentrale Kundgebungen durch:

– am 8. Mai 2026 um 16 Uhr den Tag der Befreiung in Karlshorst am Ort der Kapitulation (Rheinstein- Ecke Zwieseler Straße)

– am 9.Mai 2026 den Tag des Sieges an den sowjetischen Ehrenmalen in Treptow und Tiergarten

– am 22.Juni 2026 den 85. Jahrestages des faschistischen Überfalls auf die Sowjetunion.

Redaktion