15.03.2026, Hände weg vom Iran!

Liebe Freunde,

vor zwei Wochen standen wir zum ersten Mal hier, als die USA und Israel ihren Angriff auf den Iran begannen.

Washington und Tel Aviv hatten auf einen schnellen „Enthauptungsschlag“ gehofft. Sie waren überzeugt, dass die Ermordung einer Handvoll iranischen Führungskräfte und hunderte Zivilisten eine schnelle Kapitulation zwingen würde.

Doch in typisch chauvinistischer Manier haben sie sich verrechnet. Das iranische Volk lässt sich nicht unterkriegen. Seit 16 Tagen halten sie trotz ständigem Terror stand. Die islamische Republik Irans bereitet sich seit Jahrzehnten auf einen solchen Überfall vor und hat gezielt zurückgeschlagen: US-Stützpunkte liegen in Trümmern. Der Westen hat den Zugang zu Öl aus den Golfstaaten verloren. Und die Luftabwehrsysteme Israels gehen langsam zur Neige. Trump hat sich in eine Eskalationsspirale manövriert, aus der er kaum wieder herauskommen kann. Er kann diesen Krieg nicht gewinnen. Er kann jetzt nur darauf beharren, dass seine westliche Verbündete weitere Kriegsschiffe in die Region entsenden.

Einige europäische Regierungen zeigen sich zunehmend bereit, auf dieses sinkende Schiff von Trump und Netanyahu zu springen. Macron hat einen atombetriebenen Flugzeugträger entsendet. Meloni will Luftabwehrsysteme zur Verfügung stellen. Dieser aussichtslose Krieg der USA und Israel weitet sich naturgemäß immer weiter aus. Genau wie in der Ukraine sucht der Westen immer verzweifelter nach einem Weg zu irgendeinem Sieg.

Wir wissen, was sie mit dem Iran vorhaben. Sie wollen das Land in einen sog. “Failed State” umwandeln. Sie wollen, dass Iran auseinanderfällt, so wie sie es im Irak und in Libyen getan haben. Sie wollen das Gleiche tun, was sie in Syrien gemacht haben. Bürgerkrieg, Balkanisierung und Elend. Und alles im Namen von Demokratie und Freiheit.

Der US-Senator Lindsey Graham hatte gestern gesagt: “Wenn dieses Regime fällt, werden wir eine Menge Geld verdienen.”

Es geht um die Sicherung von Rohstoffen und die Unterbindung von Beziehungen zwischen Westasien und China. Die Zionisten wollen den Widerstand zerschlagen, um durch ethnische Säuberungen ihr sogenanntes „Groß-Israel“ schaffen zu können.

NATO und Israel verkörpern Krieg und Reaktion. Sie machen mittlerweile kein Geheimnis mehr aus ihrem Ziel, die Geschichte zurückzudrehen. Bei der Münchener Sicherheitskonferenz vor einem Monat hat der US-Außenminister Marco Rubio eindeutig gesagt: Sie wollen den Globalen Süden Re-Kolonialisieren.

Sie verstehen sich selbst als die neuen Kreuzritter des 21. Jahrhunderts. Sie wollen die Welt für den Westen zurückerobern. Sie haben ihr Verteidigungsministerium dementsprechend wieder in „Kriegsministerium“ umbenannt.

Für diese neokoloniale Vision erhielte Rubio stehende Applaus von EU-Politikern. Sie sind eben bereit, auf das sinkende Schiff zu springen. „Whatever it takes“ – „Was auch immer nötig ist“ hatte Merz letztes Jahr gesagt. Offenbar gehört auch die Ermordung von über 150 iranischen Schulmädchen dazu.

Wir haben kein Interesse an diesem Krieg. Iran, Venezuela, Kuba, Russland, China – diese Länder und Völker sind nicht unsere Feinde. Sie bedrohen uns nicht.

Die Herrschenden hier in Deutschland und in den USA – sie bedrohen uns. Die großen Konzerne, die vom Krieg profitieren – sie bedrohen uns. Die Politiker, die sie vertreten – sie bedrohen uns.

Überall zetteln sie gerade einen Dritten Weltkrieg an. Sie treiben die Preise hoch. Sie bauen unsere Rechte hier ab. Sie verlängern unseren Arbeitstag. Sie führen uns in den wirtschaftlichen Niedergang. Sie wollen unsere Kinder als Kanonenfutter für ihren neuen Kreuzzug haben. Es reicht!

Diejenigen, die uns bedrohen, sind dieselben, die die Souveränität des Irans bedrohen.

Es liegt an uns, die chauvinistische Kriegspropaganda zu entlarven, wo immer wir können. Bei der Arbeit, in der Nachbarschaft, in der Gewerkschaft – Schluss mit der Hetze gegen den Iran! Schluss mit dem antimuslimischen Hass!

Es ist ebenso unsere Pflicht, der Neokolonialismus zu bekämpfen, wo immer wir können. Das iranische Volk braucht keine Ratschläge oder Belehrungen von uns, sondern ein Ende der jahrzehntelangen imperialistischen Einmischungen!

Schluss mit aller Sanktionen gegen den Iran!

Hände weg von Iran, Libanon und Palästina!

Schluss mit dem Kreuzzug der NATO-Länder!

Hoch die internationale Solidarität!